(MT) ERZGEBIRGE: Bilder des Monats Januar. Tief verschneit zeigt sich das Erzgebirge Anfang Januar. Der satte Neuschnee freut natürlich alle Skifahrer. Wie hier in Geyersdorf konnten am ersten Wochenende des Jahres auch Liftbetreiber in niederen Lagen des Erzgebirges ihre Anlagen in Betrieb nehmen. So öffneten die Lifte in Ehrenfriedersdorf, Neudorf, Crottendorf oder Lößnitz.
Mit dem traditionellen Neujahrsschmieden begann das Veranstaltungsjahr des Pferdegöpels auf dem Rudolphschacht im Marienberger Ortsteil Lauta. Im Ambiente konnten die Gäste den Schmieden in der urigen Bergschmiede bei der Arbeit über die Schultern schauen. Nach historischem Vorbild sind in der Bergschmiede eine Spindelpresse und ein Schmiedefeuer mit Amboss zu sehen.
In guter Tradition beginnt das neue Jahr im Schneeberger Kulturzentrum "Goldne Sonne" mit dem Neujahrskonzert des Musikkorps der Bergstadt Schneeberg. Unter Leitung von Landesbergmusikdirektor Jens Bretschneider unterhielt der Klangkörper die Gäste im Saal gemeinsam mit dem Tenor Torsten Schäpan und Moderatorin Katja Lippmann-Wagner auch zum Neujahrskonzert vortrefflich.
Die Altstadtschule Stollberg am Morgen des 9. Januar. Kein Licht an diesem Freitag in den Klassenzimmern. Wegen des Sturmtiefs "Elli" blieben viele Schulen im Erzgebirge geschlossen. Mit Blick auf die Verkehrssituation auf den Straßen am Ende wohl eine richtige Entscheidung. Gegen 5 Uhr setzte starker Schneefall ein. Zudem sorgten Sturmböen für starke Schneeverwehungen.
Jede Menge Wintergaudi gab es am 10. Januar in Gornau auf dem Rodelhang an der B 174. Der Förderverein der Gemeindefeuerwehr und die Feuerwehr Gornau hatten zum Nachtrodeln eingeladen und Hunderte Kinder, Fauen und Männer wollten mit von der Partie sein.
Die Sternsinger der Katholischen Pfarrgemeinde Annaberg-Buchholz waren auch in diesem Jahr wieder zu Gast im Landratsamt Erzgebirgskreis. Am 13. Januar wurden sie von Landrat Rico Anton und Mitarbeitern der Verwaltung empfangen. Die Sternsinger bringen jedes Jahr den Segen und ihre Lieder in das Landratsamt und sammeln Spenden für die Projektarbeit.
Am 14. Januar hat auch die Stadt Annaberg-Buchholz ihr Kunstwerk auf dem Kunst- und Skulpturenweg Purple Path bekommen. Im Beisein der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch und Oberbürgermeister Rolf Schmidt wurde am Unteren Bahnhof die Skulptur "Braided Journey" vom Künstlerkollektiv Redfort architectural fabrics eingeweiht. Die Arbeit erzählt einerseits von der im 16. Jahrhundert wirkenden Montanunternehmerin Barbara Uthmann, die das Klöppeln ins Erzgebirge brachte. Zum anderen verweist der Titel Braided Journey, zu deutsch: Geflochtene Reise, auf den Standort am zukünftigen Smart Rail Connectivity Campus.
Wer am späten Abend des 19. Januar in den Nachthimmel schaute, konnte selbst mit bloßem Auge intensive Polarlichter bestaunen. Meist waren vor allem rötliche Farben zu erkennen. Aber auch grüne Farben zeigten sich am nächtlichen Himmel. Intensiv waren die Polarlichter auch in Zwönitz auf dem Ziegenberg beim Aussichtspunkt "Reiter ohne Kopf" zu sehen.
In Oelsnitz/Erzgebirge gibt es ein Denkmal für die Opfer des Grubenunglücks auf dem Friedens-Schacht. 105 Jahre liegt einer der schwärzesten Tage im Revier zurück. Am 24. Januar 1921 fanden 57 Bergleute bei einer Schlagwetterexplosion auf dem Friedens-Schacht in Oelsnitz den Tod. Die Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenreviers und die KohleWelt - Museum Steinkohlenbergbau Sachsen - gedenken dieser Katastrophe aller fünf Jahre. Am 24. Januar 2026 waren wieder fünf Jahre um. Eine Fahnenabordnung der Knappschaft legte am Denkmal auf dem Friedhof der Bergarbeiterstadt in gebotenen Form einen Kranz nieder. (Bildquelle: André März)
weniger