(MT) OELSNITZ/ERZGEBIRGE: Wenn das Bergbaumuseum in Oelsnitz ein Wahrzeichen hat, dann ist es der Förderturm. Wer die Kohlewelt, das Museum des sächsischen Steinkohlenbergbaus besucht, blickt unweigerlich auf das in die Höhe ragende quadratische Bauwerk. Nur besucht werden konnte der Turm ein Jahrzehnt lang nicht....
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(MT) OELSNITZ/ERZGEBIRGE: Wenn das Bergbaumuseum in Oelsnitz ein Wahrzeichen hat, dann ist es der Förderturm. Wer die Kohlewelt, das Museum des sächsischen Steinkohlenbergbaus besucht, blickt unweigerlich auf das in die Höhe ragende quadratische Bauwerk. Nur besucht werden konnte der Turm ein Jahrzehnt lang nicht.
Museumsleiter Jan Färber: "Wir erinnern uns: Der Turm wurde 2016 gesperrt, weil es keinen Rettungsweg gab. Und seit 2016 war niemand mehr oben auf unserem Förderturm. Und deswegen freuen wir uns sehr, unsere Gäste heute erstmals wieder zu einer Turmbefahrung einladen zu dürfen."
Der 25. April 2026 ist der Tag, an dem der weithin sichtbare Förderturm feierlich wieder in Betrieb genommen wird. Diesmal war es kein Festakt, wie im August 2024, als das Ende der Gesamtbaumaßnahme am Museum gefeiert wurde. Dennoch gab es unter dem Motto "Ein Wahrzeichen erwacht" auf dem Außengelände der Kohlewelt eine stimmungsvolle Veranstaltung. Dazu gehörte ab 14 Uhr eine kleine bergmännischer Aufwartung durch verschiedene Knappschaften sowie musikalischer Begleitung durch das Bergmusikkorps "Glück auf" Oelsnitz.
Die Besucher des Tages nutzen die Gelegenheit zu einem Turmbesuch und hatten bei den Führungen von oben auch einen guten Blick auf das einstige Bergbaugebiet Lugau-Oelsnitz.
Für das Museum steht die Wiederinbetriebnahme des Förderturms dann auch symbolisch für die Bewahrung und Sichtbarmachung der bergbaulichen Tradition. Zugleich ist das Öffnen des Förderturms für Besucher ein bedeutender Moment im Jubiläumsjahr des Museums. Begonnen hatte der Aufbau des Bergbaumuseums Oelsnitz im Jahr 1976. Zehn Jahre später konnte es zum "Tag des Bergmanns" am 4. Juli 1986 eröffnet werden. Es wurde seitdem mehrfach umgebaut und erweitert, zuletzt von 2019 bis Anfang 2025. (Bildquelle: André März)
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