(MT) KAMENZ: Im Januar 2026 überstieg die sächsische Jahresteuerungsrate nach 1,9 Prozent im Dezember die Zweiprozentmarke und lag aller Voraussicht nach bei 2,3 Prozent. Dabei waren die Preissteigerungen in den Teilindizes Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (2,3 Prozent) sowie Verkehr (2,4 Prozent) infolge ihrer großen Wägungsanteile weitestgehend indexbestimmend....
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(MT) KAMENZ: Im Januar 2026 überstieg die sächsische Jahresteuerungsrate nach 1,9 Prozent im Dezember die Zweiprozentmarke und lag aller Voraussicht nach bei 2,3 Prozent. Dabei waren die Preissteigerungen in den Teilindizes Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (2,3 Prozent) sowie Verkehr (2,4 Prozent) infolge ihrer großen Wägungsanteile weitestgehend indexbestimmend.
Gegenüber Dezember 2025 blieben die sächsischen Verbraucherpreise in der Gesamtheit voraussichtlich konstant. Dabei zeigte der Blick auf die einzelnen Hauptgruppen ein differenziertes Bild. So sorgten Rabattaktionen der Händler für einen Rückgang im Teilindex Bekleidung und Schuhen (-4,0 Prozent). Bei Haushaltsenergie (-2,5 Prozent) fanden neben günstigeren Tarifen für Strom (-4,0 Prozent), Fernwärme (-2,3 Prozent) und Erdgas (-1,5 Prozent) auch Preisanpassungen durch den Wegfall der Gasspeicherumlage und die Erhöhung der CO2-Abgabe entsprechend Berücksichtigung. In der Folge war der Bezug von Heizöl (1,8 Prozent) und Flüssiggas (4,3 Prozent) nicht mehr zu den Vormonatskonditionen möglich. Die Preise für Kraftstoffe zogen im Januar deutlich an (5,3 Prozent). Die Preiserhöhung für das Deutschlandticket von bisher 58 Euro auf 63 Euro spiegelte sich im Teilindex kombinierte Personenbeförderung (1,8 Prozent) wider. Weitere zu Jahresbeginn typische Preisanpassungen gab es bei den Wohnungsnebenkosten (0,8 Prozent). Beispielsweise erhöhten Wasserlieferanten die Preise durchschnittlich um 2,4 Prozent und Abwasserentsorger um 1,7 Prozent. Die Preise für Schornstein-, Bürgersteig- und Straßenreinigung stiegen moderat um 0,1 Prozent, während sie für die Müllentsorgung konstant blieben. In der ambulanten (6,2 Prozent) und stationären (2,4 Prozent) Pflege erhöhten sich zu Jahresbeginn die Kosten für gesetzlich Krankenversicherte aufgrund neuer Ausbildungsumlagen und Pflegesatzverhandlungen. Für die Gesamtentwicklung im Vormonatsvergleich maßgeblich war auch der Wegfall der Saisonzuschläge auf die Preise für Pauschalreisen (-14,1 Prozent) und Übernachtungen (-2,4 Prozent).
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