(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Anton Günther wurde am Sonntag in Annaberg-Buchholz gefeiert. Anlass war der 150. Geburtstag des erzgebirgischen Mundartdichters und -sänger am 5. Juni. Rund 1.500 Besucherinnen und Besucher erlebten ein eindrucksvolles Jubiläumskonzert, bei dem 215 Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem Publikum Antons Günthers bekannteste Lieder sangen: »Vergass dei Hamit net!«, »Wu de Wälder hamlich rausch‘n« und »Feieromd«.
Aufgerufen zu der originellen Aktion hatten »So geht sächsisch.« und der Kunst- und Kulturverein Erzgebirge, die ursprünglich 150 Musikerinnen und Musiker gesucht hatten. Die Aktion verbreitete sich schnell im Netz und zeigte, wie groß die Anton Günther-Fangemeinde selbst heute noch ist.
Ministerpräsident Michael Kretschmer beeindruckt: »Dass so viele Menschen gemeinsam singen und musizieren, zeigt eindrucksvoll, wie lebendig unsere Traditionen sind. Dieses Konzert steht für den starken Zusammenhalt in Sachsen, für gelebte Heimat und zeigt, dass unsere kulturellen Wurzeln auch in Zukunft tragen. Anton Günther verbindet Generationen – genau das war heute auf beeindruckende Weise zu spüren.«
Georg-Stefan Seidl vom Kunst- und Kulturverein Erzgebirge zog eine positive Bilanz: »Was wir heute erlebt haben, übertrifft all unsere Erwartungen. Anton Günthers Lieder haben einmal mehr gezeigt, wie kraftvoll Mundart, Musik und Gemeinschaft zusammenwirken. Dieses Konzert war ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit der erzgebirgischen Kultur.«
Neben zahlreichen regionalen Musikvereinen trug auch das traditionsreiche Bergmusikkorps »Frisch Glück« Annaberg-Buchholz maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Das Jubiläumskonzert hat deutlich gemacht: Die Beliebtheit des Mundartdichters, der auch als Erfinder der Liedpostkarte gilt und weit über 200 Lieder zur Gitarre komponierte, ist im Erzgebirge ungebrochen.
Als witzige Aktion hatte der Kunst- und Kulturvereins Erzgebirge e.V. vor einigen Wochen zudem zur »Bart-Challenge« aufgerufen. Vor allem in den sozialen Netzwerken übertrumpfen sich die Freunde gepflegter Gesichtsbehaarung seitdem mit Fotos ihrer »Anton-Günther-Gedächtnisbärte«. (Bildquelle: Sächsische Staatskanzlei)
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