(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Mit einem eindringlichen kulturpolitischen Signal hat der Erzgebirgskreis am 6. Mai an die Debatte aus dem Vorjahr unter dem Motto "Unser (H)ERZ schlägt für Kultur!" angeknüpft und erneut vor Einschnitten in die "Kulturlandschaft" der Region gewarnt. Bei einem Pressetermin im Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz wurde das Thema erneut behandelt – insbesondere vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Verhandlungen zum sächsischen Doppelhaushalt 2027/28. Thema diesmal: Droht der Region ein "kultureller (H)ERZ-Stillstand"?
Landrat Rico Anton und die Beigeordnete Anke Hamann konnten zahlreiche Medienvertreter begrüßen. Ebenfalls mit zugegen waren der geschäftsführende Intendant der Erzgebirgischen Theater- und Orchester GmbH, Moritz Gogg, die Betriebsleiterin des Kulturellen Bildungsbetriebes des Erzgebirgskreises, Susanne Schmidt, und der kommissarische Betriebsleiter des Kul(T)our-Betriebes des Erzgebirgskreises, Sven Neubert.
Im Zentrum der Veranstaltung stand ein politischer Aufruf, der unter anderem an die sächsische Staatsregierung und die Abgeordneten des Landtages verschickt wird. Landrat Anton machte deutlich, dass Kultur gerade in Zeiten von Strukturwandel, demografischer Entwicklung und wirtschaftlichem Druck eine tragende Rolle für Identität, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt spiele.
Mit Blick auf die derzeit laufenden Verhandlungen zum sächsischen Doppelhaushalt 2027/2028 forderte der Erzgebirgskreis vom Freistaat Sachsen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen für die Kulturfinanzierung. Konkret ging es um den Erhalt des bisherigen Finanzierungsniveaus für Kulturräume und Theater, eine stärkere Unterstützung bei dringend notwendigen Investitionen in die kulturelle Infrastruktur sowie eine dauerhafte Absicherung der kulturellen Bildung.
Ein Videomitschnitt der Pressekonferenz ist über dem YouTube-Kanal des Landratsamtes Erzgebirgskreis abrufbar.
Bereits vor Beginn des offiziellen Medientermins wurde die kulturelle Vielfalt der Region sichtbar. Junge Talente und Kulturschaffende gestalteten ein abwechslungsreiches Vorprogramm – von musikalischen Beiträgen über Preisträgerinnen und Preisträger verschiedener Wettbewerbe wie "Trau dich" und "Jugend musiziert" bis hin zu einem Einblick in die in der ersten Maiwoche durchgeführten "Schultheatertage" im Eduard-von-Winterstein-Theater. (Bildquelle: erzTV/Oliver Taubmann)
weniger