(MT) ZWÖNITZ: Ein Stück Vergangenheit in der Gegenwart sichtbar zu machen, diesem Anliegen hat sich die Interessengemeinschaft "ZS" Zwönitz/Scheibenberg verschrieben. Konkret geht es um ein Kapitel der erzgebirgischen Eisenbahngeschichte. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Bahnstrecke Zwönitz – Scheibenberg hatten die tatkräftigen Heimatfreunde ihren Lehrpfad im vergangenen Jahr wieder ein Stück erweitert mit der Option, auch 2026 wieder ein bisschen was zu machen.
Dazu Jens Hahn: "Soeben haben wir hier hinter uns wieder eines von mehreren originalen Eisenbahnsignaltafeln aufgestellt. Das ist eine Durchläutetafel und noch zwei L. Das bedeutet, wenn Züge aus Richtung Bernsbach in Richtung Zwönitz fahren, das ab hier durchgeläutet wird. Das heißt, dass die Glocke der Lok immer zu bimmeln hat und an jedem Wegübergang noch ein Pfiff abzusetzen ist."
Das war gefordert, weil es hier vom nahen Waldrand bis runter zum Umspannwerk zahlreiche Wegübergänge gibt. Fuhrleute und Bauern, die hier die Felder bewirtschafteten, sollten mit dem Pfiff immer rechtzeitig vor dem Herannahen des Zuges gewarnt werden.
Jens Hahn: "Und so wollen wir also dann bis zur Fuchsbandbrücke den Lehrpfad nach und nach auch dieses Jahr noch ein bisschen erweitern. Und ja, das Schild steht original am Standort wie früher schon. Wir haben also nach den originalen Plänen, die ja noch da sind, die Schilder ausgemessen und wieder aufgestellt."
Und die Eisenbahnfreunde um Jens Hahn, Stefan Schneider und Steffen Hahn haben weitere Ideen, wie sie ihren Lehrpfad erweitern können. So sollen noch in diesem Jahr auch einige Hektometersteine, heute würde man sagen Kilometersteine, aufgestellt werden. Da können die Eisenbahnpioniere der Neuzeit auf Originale von früher zurückgreifen. Wir dürfen gespannt sein und werden weiter berichten. (Bildquelle: Bernd Pudwil)
weniger